Weltbild und der 60 Euro E-Book-Reader – kein Angriff auf Amazon

„Passend zur Frankfurter Buchmesse bringt die Weltbild-Gruppe einen neuen E-Book-Reader auf den Markt. Kosten soll das Gerät gerade mal 60 Euro, womit es sogar die jüngst angekündigte 99-Euro-Version von Amazons Kindle deutlich unterbietet – und dessen zwar reduzierte, aber teurere Vorgänger sowieso.“

39 Euro günstiger als Amazons jüngster Wurf – klar, das ist eine Schlagzeile wert. Doch dabei bleibt’s auch. Denn wirft man kurz einen Blick auf den E-Book-Reader der Weltbild-Gruppe wird schnell klar, dass er sicherlich keine Konkurrenz für Amazons Kindle ist.

Zwar unterstützt der E-Book-Reader alle gängigen Formate und kann mit zwei Gigabyte Speicherplatz mit dem neuen Kindle mithalten. Trotzdem ist der Reader zum Scheitern verurteilt: Farbiges TFT-Display und Akkulaufzeit von maximal acht Stunden sind direkt zwei K.O.-Kriterien. Wer hier von einem Angriff auf Amazon spricht, versteht nicht, was den Kindle so erfolgreich macht.

Einen brauchbaren E-Book-Reader ohne E-Ink-Display kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen. Schon gar nicht, wenn er zweimal in der Woche an die Steckdose muss.

→ Artikel auf Spiegel Online

6. Oktober 2011
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